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19.10.2020

Querfeldein 2020

Am Sonntag, 18.10.20, fand das diesjährige Querfeldeinturnier bei herrlichem Herbstwetter als 4er Texas Scramble auf Zählspielbasis auf unserer Anlage statt. Dank Kanonenstart war der komplette Platz von 10 bis 16 Uhr gesperrt, so dass die Querfeldeinler in aller Ruhe ihre Bälle ins oder über das Dickicht jagen konnten.

Dass es auch bei diesem Saisonhöhepunkt eine Warteliste gab, war klar, denn so ein Turnier, bei dem man quer denken und andersherum spielen muss, hat mittlerweile mehr Fans als man landläufig denkt.

Aber die wenigsten Clubmitglieder können sich vorstellen, wie der Verlauf der 18 verquerten Bahnen überhaupt ist. Deshalb mal, statt der normalen Berichterstattung (Spieler Schnuckelhase dominierte im Netto B), eine kurze Übersicht des Bahnverlaufs an diesem Sonntag. Also mit Q1, die am Bunker der Bahn 9 losging und über die Bahn 9, die man quasi rückwärts spielen musste, bis zum Grün der Bahn 8 führte. Q2 spielte man vom Abschlag der 9 bis zum Grün der 7. Dann ging es als Q3 vom Grün 7 zum Grün der 6. Von dort verlief die Q4 über die Bahn 6 zum Grün der 1. Als Q5 ging es vom Abschlag der 3 die Bahn 5 runter zum Grün der 4. Die Q6 startete bei der Blitzschutzhütte beim Abschlag der 5 zum Grün der 3. Q7 vom Teich beim Grün der 3 zum Grün der 5. Q8 vom Abschlag der 3 zum Grün der 2. Q9 letztendlich auf dieser Seite von der Ausgrenze Wanderweg zum Grün der 9.

Durch den Tunnel und die Q10, die vom Abschlag der 10 zum Grün der 17 führte, in Angriff genommen. Also die 18 rückwärts. Wenn noch genug Bälle vorhanden waren, konnte man hier den Reiz dieses Spiels ausmachen, denn wenn der erste Abschlag zumindest einigermaßen gut auf der Bahn lag, konnten die folgenden drei Abschläger*innen das Grün auf Teufel komm raus attackieren. Rien ne vas plus, eben. Vom Abschlag der 18 auf das Grün der 12 war dann die Q11. Echt Querfeldein. Die Q12 führte anschließend vom alten Wintergrün der Bahn 16 zum aktuellen Grün der 15. Vom Damenabschlag der 16 dann logischerweise zum 14. Grün verlief Q13. Dann als Q14 den Berg runter auf das Grün der 13. Die Q15 spielte man quasi als die Bahn 13 nur rückwärts auf das Grün der 16. Quer über den Wald musste man dann vom Fairway der Bahn 12 auf das Grün der 11 spielen. Von dort gen Grün der 10. Und letztendlich vom Abschlag der 11 auf das finale Grün der 18.

Also echte Aufgaben für die Spieler, aber auch eine kniffelige Aufgabe für den Leser, der sich unseren Platz räumlich permanent vor Augen halten muss, um sich den Verlauf der Q-Bahnen vorstellen zu können. Aber hier geht es um die Akteure und die spielten zum Teil ganz stark auf. Wie z. B. die Pfadfinder*innen Thomas Lichte, Maggi Blum, Michael Blum und Jean-Pierre Behrendt, die ganz strategisch eben die Q10 in Angriff nahmen. Maggi legte vor und dann Attacke marsch der drei Jungs. Scheinbar so erfolgreich, dass die Vier den Sieg in der Bruttowertung  recht sicher durch das Unterholz ins Clubhaus bringen konnten. Die Nettowertung hingegen war eine verdammt enge Kiste, in der sich letztendlich Olaf Danz, Jens Kahl, Björn und Antje Werner durchsetzen konnten. Allgemein fällt aber auf, dass alle(!) Siegerteams in der Konstellation von drei Männern und einer Frau antraten.

Warum man gerade in dieser Zusammensetzung der Flights so erfolgreich ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber alle Aspiranten von kommenden Vierer Scrambles sollten in Zukunft mal überlegen, ob sie nicht lieber auch mit drei Kerlen und einem Mädel auflaufen sollten.

Brutto
1.    Thomas Lichte
Maggi Blum
Michael Blum
Jean-Pierre Behrendt                              64 BS

Netto
1.    Olaf Danz
Jens Kahl
Björn Werner
Antje Werner                              56 NS

2.    Darlene von Stosch
Roland von Stosch
Carsten Bachmann
Dieter Leja                                 57 NS

3.    Dr. Harald Mollberg
Marek Prena
Christina Wagener
Dr. Ulrich Kollmar                      57 NS