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17.08.2020

Zusammen ist man nicht allein

Vierer Meisterschaften sind eindeutig nichts für psychisch labile Golfspieler/innen. Spielt man ein Einzel, kann der Druck schon gewaltig ansteigen, spielt man aber gar einen Vierer, bei dem man ja auch für den Partner mitverantwortlich ist, dann geht das schon ans psychologisch Eingemachte.

Da kann ein an sich ganz einfacher Abschlag zu einem wahren Höllenritt werden. Ein langer Höllenritt, denn es werden 3 x 18 Löcher gespielt und da muss man 45 Abschläge absolvieren, um letztendlich nach langen Stunden ins Clubhaus zu reiten.

Aber so ein Vierer macht hingegen auch richtig Spaß, zumindest wenn man seine Versagensängste so leidlich im Griff hat und sich mit dem Partner freuen kann. Man ist zwar ein sehr kleines Team, aber der Mannschaftsgeist ist trotzdem vorhanden. Und letztlich gewinnt nicht unbedingt das Team mit den besten Handicaps, sondern das Team, das am besten harmoniert. All dies macht die Faszination „Vierer“ nun mal aus und erklärt aber auch, warum sich so viele Mitglieder mit einer aktiven Beteiligung schwertun.

Am Wochenende 15./16. August war es dann aber so weit, bei idealem Golfwetter wurden die unerwartet zahlreichen Teilnehmer am Samstagmorgen zu einem Zählspiel mit Auswahldrive auf die Runde geschickt. Quasi die Softversion des Klassischen Vierers, denn man kann seinen Abschlag schon mal versemmeln, wenn denn der Mitspieler die Nerven behält und den Schaden bereinigt. Nach einer kurzen Pause ging es dann mit 18 Löchern Bestball weiter. Bei nicht mehr ganz so angenehmen äußeren Bedingungen, es war schwülwarm geworden, kann so eine Golfrunde, zumal es schon die zweite Runde des Tages war, verdammt lang werden. Lang und anstrengend. Aber es stieg kein Team aus und, nachdem auch der letzte Flight den letzten Putt versenkt hatte, stand fest, dass Stefan Rumpf und Marek Prena mit einem recht ordentlichem Vorsprung in Führung lagen. Wobei es bemerkenswert ist, dass sie so ziemlich das einzige Paar waren, das beim Bestball das schlechteste ihrer drei Rundenresultate erspielt hatte. Bei fast allen anderen Teams hingegen war das Bestballergebnis das mit Abstand beste ihrer Resultate. Die beiden können anscheinend nur zusammen glänzen!

Obwohl der Vorsprung beachtlich war, war noch nichts entschieden, denn jeder, der schon mal einen Klassischen Vierer spielen durfte, weiß, wie schnell man dort Schläge verlieren  und wie schnell  dort die Nervosität wachsen kann. Aber nichts dergleichen passierte. Sie hatten an diesem Tag alles, also auch ihre Nerven, voll im Griff, spielten einen sagenhaften Klassischen Vierer und ließen sich dann auf der Terrasse distanzvoll, aber gebührend mit erstaunlichen 18 Schlägen Vorsprung (knapp geht anders) feiern.

Aber Golf bezieht seine Faszination auch aus der Tatsache, dass es Netto Wertungen gibt und sie den Reiz nochmal gewaltig erhöhen. Den Reiz und die Chancengleichheit. So gab es an diesem Wochenende gleich zwei Netto Clubmeister, wobei in der Netto Klasse B Jens Kahl und Thomas Franke den Pokal mit nur einem Schlag Vorsprung (so geht knapp) gewannen, während sich Michael Hahn und Jing Luo den Sieg in der A Klasse gleichmal mit 5,5 Schlägen Vorsprung erspielten.

Glückwunsch an alle neuen Clubmeister, es wurde teilweise richtig gutes Golf gespielt und die Ergebnisse sind zum Teil allererste Sahne. Aber auch Glückwunsch an alle anderen Teilnehmer. Sie haben der Schwüle getrotzt, trotz der Belastung bärenstarkes Golf gespielt und hatten auch meist die Nerven im Griff. Zumindest vordergründig. Und genau diese gute Stimmung, die an diesen Tagen auf der Anlage herrschte, macht Bock auf nächstes Jahr und sollte ein zusätzlicher Anreiz für noch mehr Teilnehmer sein.

Euer Klaus Purwin

 

Brutto Clubmeister

1.       Stefan Rumpf / Marek Prena                      228

2.       Jens Büchel / Olaf Danz                              246

 

 

Netto Clubmeister Klasse B (18,5-)

1.       Jens Kahl / Thomas Franke                      199

2.       Thorsten Ebert / Daniela Wicke              200

 

Netto Clubmeister Klasse A (-18,4)

1.       Michael Hahn / Jing Luo                           205,5

2.       Wolfgang Schäfer / Kai Hirkow               211