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04.09.2019

Die Clubmeisterschaft 2019 im Detail

Am Wochenende 31.8.2019 und 1.9.2019 fanden auf der Anlage des Golf Clubs Kassel-Wilhelmshöhe e.V die diesjährigen Clubmeisterschaften statt.

Isabel Morato-Brede, Miguel Morato-Brede,

Darlene von Stosch, Jan Koschella,

Susann Schröder, Dr. Michael Claar,

Michael Hahn, Astrid Witte,

Waldemar Lenze, Maria Gerland,

Die Damen, Herren, Jungseniorinnen und Jungsenioren mussten am Samstag zwei Runden a 18 Loch spielen, währen der Rest sich nur mit einer Runde „begnügen“ durfte. Was aber bei Temperaturen von über 30° “ kein Nachteil war. Am finalen Sonntag stand dann für alle Teilnehmer, trotz mittlerweile angenehmer Temperaturen nur eine Runde auf dem Programm. Die Entscheidungsrunde, die es aber in sich hatte.  Das war schon ein kleiner Härtetest, sowohl in physischer als auch psychischer Sicht, den die Spielerinnen und Spieler aber meisterlich wegsteckten, wie die Ergebnisse, die man auf der Homepage haarklein nachlesen kann, beweisen.

Ach ja, auf der 2, 3, 4 und 5 wurde auf das provisorische Grün gespielt, was zwar nicht jedem gefiel, besonders, wenn er/sie mit dem Putten überhaupt nicht klar kam, aber dadurch konnte man über exakt 18 Löcher spielen und mal ehrlich, die Bedingungen, egal wie man sie mental verkraftet, waren für alle gleich. Noch eine kurze Bemerkung zum Thema „Clubmeisterschaft“ bevor ich mit der eigentlichen Berichterstattung beginne. Gerade auf der Brexitinsel, also dort, wo man Englisch spricht, haben Clubmeisterschaften einen Stellenwert, der geradezu unglaublich hoch ist. Das sind für den Club wahre Festtage, da fällt kein Stein mehr zu Boden und es wird mitgezittert und letztendlich auch kräftig mitgefeiert. Da geht die Post ab. Auf dem Platz als auch im Clubhaus. Ich habe das mal hautnah erlebt und war fasziniert. In Deutschland sind die Teilnehmerfelder doch etwas überschaubarer und auch das Interesse der Mitglieder hält sich in Grenzen. Schade, denn so eine Clubmeisterschaft ist schon was Besonderes. Da sollte Feuer drin sein. Sowohl unter den Teilnehmern als auch unter den anderen Clubmitgliedern. Auch wenn man gegen die Herren Koschella und Kaiser keine Chance hat, weil es nun mal Brutto ist, und selbst wenn man Letzter wird und sich angeblich blamiert, so ist eine Teilnahme doch angebrachter, als wenn man nur drauf lauert, dass der Platz wieder freigegeben wird, damit man selber noch ein paar Löcher spielen kann. Aber selbst wenn man nicht mitspielen will, so kann man doch seine Sympathien live auf der Clubhausterrasse ausleben und sich so herrlich mit anderen Zuschauern in ein Sympathiegemetzel einlassen. Man fiebert vor Ort mit, kann so herrlich lästern und zeigt damit, dass einem das Clubleben alles andere als egal ist.  Und einen Grund zum Feiern gibt es allemal. Ein Freudenbier und ein Enttäuschungssekt sind immer drin.
Sympathie für jeden der drei Finalisten bei den Herren war auf der Terrasse des Golfclubs natürlich vorhanden. Bei einigen mehr für den Außenseiter Benjamin Smith, bei anderen für den Platzrekordler Tim-Marlo Kaiser und beim Rest natürlich für Jan Koschella. Zumal es äußerst spannend war, als die Drei auf den Abschlag der Bahn 18 gingen. Jeder konnte noch gewinnen und so befanden sich die Drei in einer Art Ausnahmezustand. Das war Spannung pur. Man konnte es deutlich spüren und sehen. Sowohl auf dem Abschlag, als auch auf der Terrasse. Aber einzig Jan Koschella hatte seine Nerven perfekt im Griff und konnte seinen Abschlag so platzieren, dass er  das Grün mit dem zweiten Schlag frei anspielen konnte, Tim-Marlo Kaiser und Benjamin Smith hingegen mussten mit ihrem zweiten Schlag den Ball vorlegen. Aber selbst das war noch nicht die Entscheidung, denn auf dem Gewittergrün der 18 kann putttechnisch verdammt viel Negatives passieren. Und somit war noch nichts entschieden. Aber Jan behielt die Nerven. 2. Schlag clever hinter die Fahne, 2 Putts und die Clubmeisterschaft war in trockenen Tüchern.

Nicht ganz so spannend war es bei den Damen. Dort hießen die Finalistinnen Darlene von Stosch, Laura Kölsch und etwas überraschend Rebecca Kimm-Friedenberg. Da hätte Darlene auf dem Abschlag der 18. Bahn schon einige Bälle in die Botanik hauen müssen, um ihren Sieg noch zu gefährden. Machte sie aber nicht, sondern sie nahm ungewollt ihren Vater ins Visier und slicte den Abschlag dem Roland derart elegant an die Hüfte,  dass er ein schönes Meisterschaftsveilchen davongetragen hat. Aber auch Rebecca beeindruckte mit ihren 250 Schlägen, nur 5 Schläge mehr als die neue, alte Clubmeisterin. Da kommt zum Glück ein Talent nach, was wir dringend brauchen. Genauso wie Laura Kölsch, die Dritte wurde!

Bei den Jungseniorinnen setzte sich Susann Schröder unangefochten durch. Das Üben in den Tagen zuvor auf den provisorischen Grüns war anscheinend  mehr als clever. Dr. Michael Claar wurde souverän Clubmeister bei den Jungsenioren, was doch schon ein wenig überraschte, den die Leistungsdichte in dieser Klasse ist frappierend und die Anzahl der dortigen Meldungen überraschte positiv.

Astrid Witte hieß die Favoritin bei den Seniorinnen und sie wurde dieser Stellung auch gerecht. Es war zwar spannend, aber 5 Schläge Vorsprung sind schon ein Wort. Knapper ging es bei den Senioren aus. Nur 4 Schläge weniger als der Zweite hatte Michael Hahn und kam damit zu Meisterehren.

Aber knapper als bei den Superseniorinnen geht es nicht, wenn man mal vom Stechen absieht. Mit nur einem Schlag Vorsprung gewann Maria Gerland vor Christa Ottmar. Einfach nervenstark, wie die Superseniorin ihre Runde nach Hause schaukelte. Waldemar Lenze hingegen spazierte nur so durch den Wettbewerb. Es ist momentan richtig gut drauf und 14 Schläge Vorsprung sind schon ein Brett und muss man erstmal erspielen. Und das ohne seinen Dalmatiner! Von den Supersenioren zu den Superkids. Dort gewann bei der weiblichen Jugend mit Isabel Sophie Morato Brede zwar die einzige Teilnehmerin, aber schauen sie sich mal ihr Ergebnis an, das ist einfach nur bärenstark. Bruder Miguel triumphierte hingegen bei der männlichen Jugend. Aber es war knapp. Seine beiden Mitstreiter hatten nur 2 Schläge mehr auf dem Konto und so war es bis zum letzten Putt eine spannende Kiste.
Puh, die Meisterschaft 2019 ist passe.

Also Resümee. Gratulation an alle. Besonders natürlich an die Clubmeister und die Platzierten. Ihr habt verdammt gut gespielt. Teilweise überraschend gut, denn es war alles andere als einfach an diesen zwei unterschiedlichen Tagen (samstags heiß und sonntags frisch) seinen Score zusammenzuhalten. Zumal es nicht einfach ist, auf provisorische Grüns zu spielen. Hut ab vor der Spielleitung. Golfwoche ist Schwerarbeit, aber Clubmeisterschaften sind komprimierte Schwerstarbeit. Dito an die Gastronomie! Man kann schwer was planen, alle kommen zur gleichen Zeit und trotzdem lasst ihr euch nicht aus der Ruhe bringen. Wir sind froh, dass wir euch haben. Dito an die Platzjungs. Ohne Regen einen Platz derart gut zu präparieren, das ist ganz großes Kino.
Und ein kollektives Kompliment an alle, die man auf der Anlage sehen konnte.

Euer Klaus Purwin

Clubmeister 2019

Herren

1.    Jan Koschella                              219
2.    Benjamin Smith                           222
3.    Tim-Marlo Kaiser                         222

Damen
1.    Darlene von Stosch                    245
2.    Rebecca Kimm-Friedenberg        250
3.    Laura Kölsch                              262

Jungseniorinnen   
1.    Susann Schröder                       276
2.    Sandra Schreiber                       293
3.    Claudia Bracht                           294

Jungsenioren      
    
1.    Dr. Michael Claar                        237
2.    Lars Eickmann                            249
3.    Wolfgang Höhne                        256

Seniorinnen
1.    Astrid Witte                               173
2.    Gabriele Hartung                       178
3.    Prof. Dr. Ulrike Bockmühl           187

Senioren
1.    Michael Hahn                            164
2.    Wolfgang Schäfer                     168
3.    Jing Luo                                    170

Superseniorinnen
1.    Maria Gerland                           184
2.    Christa Ottmar                         185
3.    Renate Rothkegel                     213

Supersenioren
1.    Waldemar Lenze                      160
2.    Walter Braun                           174
3.    Stewart Macintosh                   176

Jugend weiblich
1.    Isabel Sophie Morato Brede    180

Jugend männlich

1.    Miguel Morato Brede                162
2.    Carl Siemon                             164
3.    Maximilian Blum                       164


Netto-Clubmeister


Herren

Benjamin Smith

Jungseniorinnen
Claudia Bracht

Jungsenioren
Andreas Kraechter

Seniorinnen
Gabriele Hartung

Senioren
Wolfgang Schäfer

Jugend
Carl Siemon