Kopfleiste

Nachricht im Detail

23.06.2019

Mittsommer Golf- Marathon

Am 20.6.2019 war es soweit, die Premiere des Golf-Marathons über 72 Löcher, also 4 komplette Runden a 18 Loch, stand an.

Startfoto morgens um 05:00 Uhr Foto v.l. Thomas Lenz, Casey Bourque, Malgorzata Blum, Moises Goncalves, Darius Lach, Paulo Goncalves, Roland von Stosch, Dr. Stephan Flachsenberg, Christina Wagener, Lars Eickmann, Kay Hirkow, Björn Werner, Thorsten Ebert, Stefan Sachs, Kai Ruge, Martina Franke

Siegerfoto abends um 22:00 Uhr Foto v.l. Paulo Goncalves, Moises Goncalves, Malgorzata Blum, Thomas Lenz, Christina Wagener, Martina Franke, Stefan Sachs, Darius Lach, Kay Hirkow, Björn Werner, Lars Eickmann, Dr. Stephan Flachsenberg, Kai Ruge, Thorsten Ebert, Roland von Stosch, Casey Bourque

Bei Sonnenaufgang, so gegen 5 Uhr, gingen die 16 Teilnehmer, 13 Männer und drei Frauen, in Zweierflights auf die Runden. Und keiner ahnte so wirklich, was ihm die nächsten Stunden  bringen würden. Bei einem „normalen“ Marathon läuft man schon mal fast 42 Kilometer im Training und kann abschätzen, was einem blüht. Aber hier beim Golf-Marathon hat man maximal irgendwann mal 2 Runden, wenn überhaupt, an einem Tag im Training gespielt und weiß absolut nicht, wie lang so 72 Löcher werden können. Man hat also keine Ahnung, wie die Füße die Sache verkraften, ob die Psyche mitspielt oder ob der Bewegungsapparat  nicht irgendwann die Beweglichkeit einstellt.

Allein schon die ungewohnt frühe Startzeit setzte natürlich anfangs zusätzliches Adrenalin frei und dementsprechend übermotiviert gingen die Marathonis an die Sache ran. Gezählt wurde nach Stableford und die Flights hatten auf dem ganzen Platz das Recht ungehindert durchspielen zu dürfen. Wobei der Platz an diesem Feiertag auffallend leer war, so dass die Golf-Marathon Helden ohne Wartezeiten ihre Runden spielen konnten. Auffallend war außerdem, dass bei ca. der Hälfte der Teilnehmer die Runden 2 und 3 diejenigen mit den besten Ergebnissen waren, während bei der anderen Hälfte die Runden 1 und 4 die Sahneschnitten darstellten.

Es gab also keinen körperlichen Einbruch, so dass sich der Score permanent verschlechtert hätte, sondern diese zwei Konstellationen konnte man durch die Bank weg feststellen. Außerdem spielten fast alle Cracks durchweg im Bereich ihres Handicaps. Teils sogar besser! Die Sieger der Bruttowertung Casey Bourque und Stefan Sachs flogen  geradezu über den Platz und spielten trotzdem sagenhaftes Golf. Ein Beweis, dass zehn Probeschwünge und mehr nicht unbedingt das Spiel verbessern, sondern dass man auch mit zügigem Spiel ein sehr gutes Resultat erzielen kann.

Gut, es gab eine Bruttowertung für Männer und Frauen und zwei Nettowertungen, aber eigentlich war jeder Teilnehmer ein Gewinner. Es gab an diesem Tag keine Verlierer und auch keinen Bambino Preis, sondern nur erschöpfte Helden/innen, die wahrlich  stolz auf ihre Leistungen sein können, weil sie sich dieser Herausforderung gestellt  und sie auch noch so toll gemeistert haben. Deshalb ist es bestimmt interessanter, etwas über das auf und ab der Gefühlswelt der Teilnehmer auf diesen langen 4 Runden zu erfahren. Deshalb habe ich mit einigen danach Kontakt aufgenommen und war erstaunt, wie positiv sie solch einen Kraftakt fanden:

Bei allen entstand an diesem Tag ein Gemeinschaftsgefühl, das alle Mühen bei weitem wettgemacht hat. Schon auf den Runden, wenn man sich mal traf, herrschte ein unglaublicher Geist der Gemeinsamkeit. Dieses Gefühl war eindeutig das Positivste bei allen Teilnehmern. Man spielte nicht gegeneinander, sondern man war eine Gruppe, die gemeinsam etwas erreichen wollte. Nämlich vor der Dunkelheit im Clubhaus ankommen! Die Gewitterunterbrechung gegen 19 Uhr, also kurz vor Beendigung des Marathons, empfanden einige als sehr negativ.

Man hat es fast schon geschafft und sitzt dann in den Schutzhütten, wo die müden Knochen sich bemerkbar machen. Ja und hofft, dass es bald aufhört, damit man endlich die letzten Löcher zu Ende spielen kann und nicht aufgeben muss. Aber auch die Psyche war an diesem Tag gefordert. So erzählte mir Dr. Stefan Flachsenberg lächelnd, dass er dummerweise schon in der ersten Runde seinen Ball auf der 6 in den Wald gesemmelt hatte und auf den folgenden drei Abschlägen, also immer wenn er wieder dort oben auf dem Abschlag stand, mit extremen mentalen Problemen zu kämpfen hatte, dieses Negativerlebnis nicht zu wiederholen.

Er war außerdem der älteste Teilnehmer und trotzdem einer der schnellsten Finisher. Aber das Resümee der wirklich sehr unterschiedlichen Truppe fiel mehr als positiv aus. Alle fanden es toll, alle würden es wiederholen und alle würden sich freuen, wenn es nächstes Jahr wieder stattfinden sollte und eventuell noch ein paar mehr Teilnehmer ihr Herz in die Hand nehmen würden. 

Zu den Wertungen:

Brutto Herren
1.    Casey Bourque              150 BP
2.    Stefan Sachs                 137 BP
3.    Kai Ruge                        101 BP

Brutto Damen
1.    Malgorzata Blum            79 BP
2.    Christina Wagener        28 BP
3.    Martina Franke              15 BP
 
Netto Klasse A (-17)
1.    Stefan Sachs                147 NP
2.    Darius Lach                  139 NP
3.    Kai Ruge                       137 NP

Netto Klasse B (17,1-54)
1.    Björn Werner               133 NP
2.    Kay Hirkow                  128 NP
3.    Thomas Lenz               127 NP

Aber Gewinner aus unserem Club waren auch noch:

Thorsten Ebert
Dr. Stephan Flachsenberg
Roland von Stosch